Kaffee und Geranien – Das Düngeexperiment

Getrockneter Kaffeesatz – preiswerter Dünger für Geranien?

Vor der Düngung den Kaffee am besten trocknen lassen

Sie trinken gerne Kaffee und lieben Geranien? Dann verbinden Sie doch beide Leidenschaften. Denn Kaffeesatz, der normalerweise entsorgt wird, hilft als Düngung zu einem Wachstum Ihrer Geranien. So heißt es zumindest bei vielen Beiträgen im Internet. Ein kleines Experiment soll beweisen, dass das auch stimmt.

Ich hatte bereits öfter im Internet gelesen, das Kaffeesatz zur Düngung von Pflanzen verwendet werden kann. Bis dato war er bei uns jedoch immer im Biomüll gelandet. Doch warum nicht das Abfallprodukt beim Kaffekochen sinnvoll nutzen? Wenn es denn hilft. Das möchte ich mit einem kleinen Experiment beweisen. Ich werde zwei Blumenkästen mit Geranien bepflanzen, jedoch wird nur einer mit Kaffeepulver gedüngt. Wird am Ende ein Unterschied zu sehen sein?

Die Vorbereitungen

Grundsätzlich hätte ich die volle Filtertüte direkt auf dem Blumenkasten verteilt, aber ich wollte dann doch erst einmal Nachforschungen betreiben. Dabei habe ich gelernt, dass Kaffee reich an verschiedenen Mineralstoffen und Spurenelementen sein soll, die beim Aufbrühen nicht vollständig aus dem Kaffeepulver herausgelöst werden.

Damit dient Kaffeesatz mit immer noch reichlich Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor als gutes Düngemittel – was allerdings noch zu beweisen ist. Stickstoff ist wichtig für das Wachstum der Pflanzen und Kalium verspricht ein frisches und kräftiges Grün. Aber Sommerblumen wie Geranien brauchen auch Phosphor für eine reiche Blüte.

Vor allem aber sollen Hortensien oder Rhododendron von Kaffeepulver profitieren, denn sie bevorzugen den dadurch entstehenden sauren Humusboden.

So viel zum Hintergrundwissen, kommen wir zur Praxis: Zunächst einmal habe ich zwei Blumenkästen mit ähnlichen Geranien bepflanzt. Danach war erst einmal Zeit für einen Kaffee.

Das noch feuchte Kaffeepulver wollte ich zur Schimmelvermeidung nicht direkt in dem zweiten Blumenkasten einarbeiten. Daher war es sinnvoll, den Inhalt des Filters erst einmal auf einem Teller zu verteilen und bei Zimmertemperatur länger trocknen zu lassen.

Die Düngung

Bei der anschließenden Düngung sollte das Kaffeepulver so gut wie möglich in die Erde verteilt werden. Nur auf der Oberfläche verteilt, verliert der Kaffee seine Düngewirkung. Sinnvoll ist es daher, bei einer Neupflanzung oder beim Umtopfen von Zierpflanzen in einem Kübel oder Pflanzkasten, die Erde mit dem Kaffeepulver zu mischen. Nun heißt es abwarten – und Kaffee trinken…

Das Ergebnis

Nach einem Monat war es soweit: Die Unterschiede beim Wachstum sollten doch spätestens jetzt sichtbar sein. Aber mit dem ersten Kontrollblick kam die Ernüchterung. Beide Pflanzkästen waren gut mit Geranien bewachsen, jedoch ließ sich kein Unterschied in der Blütenpracht feststellen. Nur eins war eindeutig: Geschadet hat es den Pflanzen immerhin nicht. 

Das Fazit

Das Fazit lautet daher zumindest im Bezug auf Geranien: Hier war die Kaffeedüngung weniger hilfreich.

Euer Feedback

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3 Kommentare zu “Kaffee und Geranien – Das Düngeexperiment

  1. Halloi, habe mit Interesse über das kleine Experiment gelesen. Ich bin komplett vom düngen mit Kaffeesatz weg, früher habe ich ihn immer im Garten benutzt, aber Kaffee schadet eigentlich mehr als daß er nutzt. Nicht einmal mehr auf dem Kompost wende ich ihn an, da er eher die Mikroorganismen und Regenwürmer, die zur Zersetzung wichtig sind, tötet. Da er nach dem Aufbrühen auch ziemlich ph neutral wird, bringt es auch nichts um den Boden für Hortensien und Heidelbeeren saurer zu machen. Bei längerem Regenwetter schimmelt er auch gerne und Schnecken juckt Kaffee überhaupt nicht. Also lieber Kaffee weg lassen, hat im Endeffekt mehr Nachteile als Vorteile

    1. Lieben Dank für die ausführliche Rückmeldung. Mit Schimmel hatte ich auch gerechnet. Daher auch die Trocknung vor Zugabe zur Erde. Angeblich sollen ja die Regenwürmer den Kaffee sogar sehr schätzen.
      Naja, zumindest in meinem Experiment habe ich keine Wirkung feststellen können, obwohl im Internet Kaffee als wertvoller Dünger angepriesen wird.
      Freue mich daher auf weitere Rückmeldungen und Erfahrungen dazu!

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