DIY: Regal als Geheimtür

Das fertige Regal im Türrahmen

Nicht immer muss es eine Tür sein. In diesem Fall dient ein selbsgebautes Bücherregal als Zugang zu einem Heizungsraum. Mit zusätzlichem Stauraum als postitivem Nebeneffekt.

Zeitaufwand: 2,5 Stunde (je nach Geschick)
Kosten: ca. 40-50 EUR (je nach Holzwahl und Größe)

Materialliste

  • 2 lange Bretter für die Seite des Regals
  • 5 Regalböden-Bretter
  • weiße MDF-Platte mit Durchmesser 5mm
  • mind. 20 Holzschrauben und Nägel für Rückwand
  • 4 Rollen (optional)
  • Schrauben zum Befestigen der Rollen (optional)

Werkzeug

  • Akkuschrauber mit Schraub-Bit
  • Holzbohrer und ggf. Bohrmaschine
  • Säge und Schneidlade
  • Kegelsenker (optional)
  • Schraubzwingen (optional)

Die Materialliste ist überschaubaur. Am Anfang war sogar vorgesehen, dass ein fertiges Ikea-Regal, was zufällig genau ins Maß passte, als Rohstück genommen wird. Jedoch sollte das Regal den Türrahmen komplett abdecken, um den Abstellraum zu verstecken und gleichzeitig als Schallschutz für die Heizung dahinter zu dienen. Das IKEA-Regal war jedoch offen und es wären mehrere Zuschnitte notwendig gewesen.

Also blieb nur die Marke Eigenbau. Und die macht ja bekanntlich mehr Spaß! Der Zuschnitt des Holzes erfolgt bereits im Baumarkt. Die Wahl fällt aus Kostengründen auf geleimtes Fichtenholz. Die Maße des Zuschnittes richten sich nach den Maßen am Türrahmen. Zwei Zentimeter weniger sollen als Puffer reichen.

Zu Hause angekommen, beginnt der Zusammenbau mit dem Bohren der Löcher in die Seitenteile. Dabei werden beide langen Bretter mit Schraubzwingen zusammengeklemmt, um die Bohrlöcher exakt gegenüber zu setzen. Anschließend werden die Löcher mit einem Kegelsenker nachbearbeitet, damit die Schraubenköpfe komplett versenkt werden können und nicht nachher am Türrahmen kratzen. Ehrlicherweise ist dieser Arbeitschritt nicht ganz so dringend, da das Holz relativ weich ist und die Schrauben sich später sowieso leicht ins Holz „fressen“.

Im nächsten Schritt können nun die Regalböden an die Seitenteile angebracht werden. Erst ein Seiteil mit allen Brettern, anschließend die andere Seite. Fertig ist das „Roh-Regal“!

Fehlt nur noch die wichtige Rückwand, die gleich drei Zwecke erfüllen soll: Sie dient als Sichtschutz, Stabilisierung und Schallschutz. Also das Regal auf den Bauch legen und die bereits auf Maß geschnittene MDF-Platte mit Nägeln an die Rückseite befestigen. Zur besseren Stabilität werden auch die Regalböden an die Rückwand genagelt.

Da die Rückwand, wie bereits erwähnt, auch als minimaler Schallschutz dienen soll, hat diese eine Stärke von 5mm. Für ein normales Regal würden auch 3mm Dicke reichen.

Der folgende Arbeitsschritt ist optional und war bis zuletzt unklar: Die Befestigung von Rollen am Boden. Da das Regal auch gleichzeitig als Tür agieren soll, war anfangs sogar ein Scharnier am Seitenteil geplant. Aber die Tiefe des Regals machte diese Lösung kompliziert, denn schließlich sollte es komplett versenkbar sein.

Damit das Regal aber leicht aus dem Türrahmen herausgezogen werden kann, gab es die Option Filzgleiter oder Rollen. Wir hatten noch Rollen von einem anderen Projekt übrig. Das führte dazu, dass diese kurzerhand unter den Regalboden geschraubt wurden.

Der Zeitaufwand war für dieses Projekt mit knapp 2 Stunden überschaubar. Aufwändig waren nur die Planungen, da das Regal den Türrahmen komplett abdecken sollte und mehrere Varianten mit und ohne Rollen in Betracht gezogen wurden.

Der Regalboden ist zum einen höher angebracht, damit der Nebenraum noch etwas Luft bekommt. Zum anderen waren die Rollen bereits vorgesehen. Diese sind versetzt angebracht, damit sie sich nicht gegenseitig blockieren. Auch wenn der Platz begrenzt ist, sind vier Rollen zur besseren Stabilität des Regals angebracht.

Trotzdem das Regal nun etwas wackliger im Stand ist, lässt es sich nun dennoch leichter herausziehen. Prinzipiell wäre das Projekt nun fertig. Aber mich störten die sichtbaren Fugen zwischen Regal und Wand. Die Lösung: Das Regal bekommt zusätzliche Zierleisten an der Front. Genau passend zum Türrahmen.

Hierbei kommt die Schneidlade zum Einsatz, die einen geraden aber auch einen 45-Grad-Winkel Schnitt an den Zierleisten ermöglicht. Anschließend werden die Leisten an die Front genagelt. Möglicherweise werde ich die Leisten noch weiß streichen. Aber bisher sieht der Natur-Look auch ganz nett aus. Um die Nägel verschwinden zu lassen, wäre auch eine Befestigung per Winkel möglich gewesen. Aber mich stört es nicht. Und bei einem Anstrich würde diese eh verschwinden. Fertig ist die Geheimtür 😉

Sesam öffne Dich!

Fazit: Ein schön anzusehendes DIY-Projekt mit einer netten Geheimfunktion 😉